124 - Kunst kaufen – nur etwas für Wohlhabende?
Shownotes
Kunst kaufen – nur etwas für Wohlhabende?
Zu Gast: Oliver Lähndorf, Direktor der Affordable Art Fair Hamburg und Berlin.
Muss gute Kunst teuer sein? Wie findet man sein erstes Originalkunstwerk, und woran erkennt man Qualität?
Michael Nolte spricht mit Oliver Lähndorf über erschwingliche Kunst ab 100 Euro, transparente Preise, junge Kunstsammler und die Frage, warum wir Kunst lieber mit dem Herzen als als Wertanlage kaufen sollten.
Themen der Episode:
Kunst kaufen ohne großes Budget Originale, Editionen und Kunstpreise Kunstmessen und die Angst vor Galerien Tipps für den ersten Kunstkauf
Affordable Art Fair Hamburg: 5.–8. November 2026, Hamburg Messe – rund 90 Galerien mit Kunst von 100 bis 10.000 Euro.
Mehr Informationen: https://affordableartfair.com/fairs/hamburg/
🎧 LECKER KUNST: leicht verständlich – der Kunstpodcast mit Michael Nolte.
Mehr Kunst entdecken unter: www.mino-art.de
Transkript anzeigen
00:00:00: Für mich ist es einfach wichtig, als Kulturmanager die Leute zu erreichen, die von der Kultur nicht erreicht werden.
00:00:05: Jetzt gar nicht mal auf Kunst oder Kunstmesse gezogen.
00:00:08: Ich habe ja auch lange wie gesagt Film und Fotografie gefördert aber ich finde sie einfach schön um mich um die zu kümmern, die so ein bisschen vergessen sind und die nicht unbedingt den Zugang haben.
00:00:23: Lecker Kunst leicht verständlich!
00:00:26: Ein Podcast von und mit Michael Neute Der Künstler Mino bringt dir moderne Kunst und Street Art aus den urbanen Hochburgen unserer Zeit in
00:00:34: deinem Wohnzimmer.
00:00:46: Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von Lecker Kunst, leicht verständlich!
00:00:50: Ich habe heute die große Freude, dass er sich die Zeit für uns genommen hat.
00:00:53: Wir sprechen heute über Kunstkaufen.
00:00:56: nur etwas für Wohlhabende.
00:00:57: ich setze da mal ein Fragezeichen hin Und ich bin jetzt verbunden live in Hamburg mit Oliver Ländorf.
00:01:04: Er ist der Direktor der affordable art fair Hamburg.
00:01:07: Er macht auch die Affordable Art für Berlin und ich freue mich ganz doll, dich hier im Interview zu haben.
00:01:12: Oliver?
00:01:13: Ja,
00:01:13: danke für die Einladung Michael!
00:01:15: Ich freue mich auch bei dir im Podcast zu sein.
00:01:17: Ich stelle dich ganz kurz vor für unsere Hörer.
00:01:19: du bist von zwanzig Jahre in der Hamburger Kulturszene bereits unterwegs.
00:01:23: Du bist der Direktor der Affordable-Art-Fermesse in Hamburg aber auf Berlin.
00:01:27: Ursprünglich kommst du vom Film her.
00:01:30: Du hast ein Master in Kulturmanagement in Hamburg, bist ganz bekannt.
00:01:34: auch mit dem Fotosammler FC Gündlach hast du zusammengearbeitet.
00:01:38: Und bis seit zehntausendelf Direktor der Affordable Art Fair Wie bist du zu affordable art fair hingekommen?
00:01:46: wie bist du da eingestehen?
00:01:48: Das war ein totaler Zufall.
00:01:49: wieso oft geblieben?
00:01:49: ich war in Hamburg und hatte in den Deichtoren Hamburg die eine Foto Buchmesser gemacht für FC Gundlach mein alten Mentor.
00:01:56: das war zwei tausend neun und zehn haben wir dann internationale Fotobuchmesser gemacht.
00:02:00: Und da bin ich durch einen Zufall an die Firma Remsefers in London geraten, sie hat mir jemanden gesucht in London für... ... für die Firma und da meinten sie, in London passt es jetzt nicht unbedingt.
00:02:11: Aber wir suchen jemanden in Deutschland der das aufbaut.
00:02:13: Es ist schon seit zwei drei Jahren... ...und wir scheitern so ein bisschen an einer vernünftigen Location... ...um das auch voranzubringen.
00:02:18: Und dann haben wir uns getroffen in Amsterdam mit dem damaligen Direktor in Amsterdam... ...mit der Firma Rømsefers.
00:02:24: Da hat die Chemie so bestimmt und er mochte dass ich jetzt auch kein Kunsthistoriker bin.
00:02:28: Also ich bin Betriebswirt von Hapkulturminstudiert aber auch an der Filmakademie ne Zeit
00:02:32: lang.".
00:02:32: Und bin quasi nicht unbedingt direkt aus der Kunstbranche gewesen.
00:02:35: Ich hatte zwar tierische Ahnung von Filmen und auch von Fotografie durch meine Zeiten mit FC Kundlach, aber Kunst war jetzt eher ein Hobby.
00:02:42: also ich habe mich immer für Kunst interessiert natürlich, aber ich hab in dem Bereich noch nicht wirklich konkret gearbeitet und das fand der Will Ramsey und die Firma ganz spannend dass jemand da ein bisschen anders an die Sache rangeht.
00:02:52: und dann hat er mir eine halbe Jahr Zeit gegeben das versuchen zu eruieren in welcher Stadt das gehen könnte.
00:02:56: Ich bin ja Norddeutscher und wollte natürlich unbedingt Hamburg machen, statt Köln oder eine andere Stadt.
00:03:01: Und habe mich dann auch durchgesetzt!
00:03:02: Ich hatte den genügend Rückhalt in der Hamburger Galerien-Szene die gesagt haben okay wir machen mal mit.
00:03:06: ich hatte dann am Anfang so dreißig Prozent Wandeln aus Hamburg, dreizig Prozent aus Deutschland, der Rest war international... ...und dann haben wir zwei tausend elf das gelangt und zweitens zwölf.
00:03:16: im November haben wir denn die erste Messe gehabt.
00:03:18: da sind wir durchgestartet.
00:03:19: Wir kommen einmal für unsere Hörer können wir einmal da die die affordable Art fair Erklären, das ist ja ein bestimmtes Konzept.
00:03:27: Übersetzt heißt es ungefähr Kunstmesse für erschwingliche Kunst und der Will Remsey hatte ja in dem Jahr ne Idee damit.
00:03:34: Was wollte er da im Porheben?
00:03:36: Na
00:03:36: ja, Will Remsee hat eine Galerie in London schon vor neunzehnundneunzig und hat ... Das war ne Galerie, die spezialisiert war auf bezahlbare Kunst also Affordable Art.
00:03:44: Und dann hatte er gedacht, vielleicht geht das ja auch größer und hat den Battersea Park nen Zelt gebaut und hat das mal probiert einfach try an error.
00:03:52: Und das hat so gut geklappt, dass er nach irgendwie ein, zwei Jahren auf jeden Fall einen Riesenteam hatte.
00:03:57: Die Messe gibt es ja mittlerweile dreimal im Jahr in London alleine, in Battersea Park und Hempstate.
00:04:02: Und das war in der Zeit neunundhunderts gleich ein Riesenerfolg!
00:04:04: Ich glaube, da gab's dann nur drei oder vier Jahre in London.
00:04:07: Irgendwann hat er gedacht was in London funktioniert geht auch in Amsterdam.
00:04:10: Davon ist die Expansion auf die... Wir haben mittlerweile ja zwanzig Standorte in der ganzen Welt.
00:04:15: Sein Konzept war aber eben eine Kunstmesse ... mit bezahlbarer Kunst, wo die Kunst auch... ...die Preise daneben sind.
00:04:21: Also alle Hemmschwellen und daher einen Abbau, den man abbauen kann,... ...und einfach die Messe ein bisschen anders zu machen als die Messen, die es... ...Ninzeundneunzig im Markt
00:04:28: gab.
00:04:29: Und ich glaube da war er ziemlich einzigartig.
00:04:30: Er hat eine Lücke geschlossen und das erklärt, glaube ich, den Erfolg, der in der Seite... Ja, nun fast siebenundzwanzig Jahren hat.
00:04:36: Wir kommen da gleich noch mal zu was euch unterscheidet von anderen Messen in diesem Bereich.
00:04:40: und dann Zwei-Tausend Elf gibt er dir roundabout fünfhunderttausend Euro und sagt starte man im Messer, startet man Versuch in Hamburg Wie fängt man da an wenn man gar keinen Bezug so zu Kunstszenen hat?
00:04:53: Über Spitz gesagt, ich sage mal dass mit der Summe grob.
00:04:56: wahrscheinlich stimmt das sogar auch.
00:04:57: aber im Prinzip bin ich denn losgegangen habe mit ganz vielen Galerien in Hamburg und Deutschland geredet um gefragt ob Ob Hamburg was sein könnte?
00:05:05: Die meisten in Hamburg haben dann gesagt, nie im Leben.
00:05:08: Hamburg funktioniert keine Kunstmesse, weil zwanzig Jahre vorher war die Hamburg-Messe mit einer Art fair gestartet.
00:05:14: Leute, einundneunzig und die waren total gescheitert!
00:05:16: Es war ein richtiges Desaster... Daraufhin habe ich die meisten dann gesagt das würde in Hamburg sicherlich nicht funktionieren.
00:05:22: wir haben es trotzdem gemacht und ja hat funktioniert.
00:05:26: Also wir haben dann genügend Galerien gehabt, die abenteuerlustig waren im ersten Jahr.
00:05:29: Jetzt
00:05:30: seid ihr in der Messe?
00:05:31: Ihr habt durch das auf die Fahnen geschrieben oder das so ein Branding.
00:05:34: Ihr habt Kunst von hundert Euro bis zehntausend Euro!
00:05:37: Natürlich vielleicht auch drüber oder auch drunter, aber so in der Range.
00:05:41: Wie wählt Egalarien um künstlerische Position bei euch auf?
00:05:45: Naja wir haben in Hamburg ungefähr so hundredfünfundvierzighundertfünftig Bewerbung für neunzig Stände und da können wir natürlich auch ganz gut selektieren.
00:05:54: also im ersten Punkt ist auf jeden Fall erstmal die Qualität der Kunst das wichtigste, dass die Kunst passt.
00:05:59: Ich bin auch ein sehr familiärer loyaler Typ.
00:06:01: Also ich habe teilweise sehr viele Kunden, die seit fünfzehn Jahren bei mir in Hamburg dabei sind.
00:06:06: Für mich ist dann tatsächlich auch wichtig, dass sie mit mir schon lange die Reise gehen.
00:06:10: Also ich habe viele Kunden, die einmal bei mir dabei sind und immer dabei.
00:06:13: Da bin ich sehr loyal!
00:06:14: Auch wenn Galerien kommen – die Qualität, die vielleicht im Laufe der Jahre noch besser geworden sind.
00:06:18: Aber ich hab ganz viele, die seit Jahrzehntausend zwölf dabei sind.
00:06:21: Und dann muss ich natürlich auch schauen, dass sich aus jeder Gattung sozusagen Kunst dabei hat.
00:06:27: Wir haben Hamburg so zwanzig-fünfundzwanzigtausend Besucher In Berlin sind es knapp zwölf.
00:06:32: Ich muss natürlich auch gucken, dass ich eine weite Bandbreite an Kunst präsentiere, sprich zum Beispiel Urban Art gibt's von mir immer zu wenig.
00:06:38: wir haben die Affenforce Galerien seit über zehn Jahren in Hamburg dabei, die sind auch in Berlin.
00:06:41: aber ich könnte z.B bei beiden Standorten sicherlich noch zwei oder drei Urban Art Galerieren gute unterbekommen.
00:06:47: Aber erfahrungst du mich ist die Bewerben sich nicht so viel?
00:06:48: Die mache vielleicht nicht so vermessen, aber zumindest muss ich dann schauen habe ich genügend Fotogalarin dabei vielleicht auf Videokunst.
00:06:54: also ich gucke auch das ich ne sehr weite Wand breiter an Kunst Präsentieren kann und deswegen Die Korration, die Ausfaller reden tatsächlich ein sehr komplexer Prozess.
00:07:03: Also spielen doch eine ganze Menge Faktoren
00:07:04: rein!
00:07:05: Du hast mal gesagt, alles was deiner Schreit verkauft zu werden fällt durch unsere Auswahlkriterien.
00:07:10: Das war so zweitausendzwanzig.
00:07:12: Hast du mal diese Aussage, glaube ich getroffen?
00:07:14: Wie hat man da Auswahl-Kriterien?
00:07:17: Wo sagt man das ist qualitativ gute Kunst und dass es nur dekorative Kunst?
00:07:21: Und du sagst da, du willst mehr qualitative Kunst
00:07:23: haben!
00:07:23: Naja also ich mache den Job jetzt nicht wegen dem Job.
00:07:25: für mich ist das eine Passion als Kulturmanager seit über zwanzig... Ich mach jetzt halt fast Ja, siebzehn, achtzehn Jahren auch Kunstmessen.
00:07:32: Und ich mach das natürlich mit einer Leidenschaft und der Passion.
00:07:34: Bei mir geht es jetzt nicht nur ums Geld.
00:07:36: Ich will auch dass die Leute die richtige Kunst kaufen.
00:07:39: Es gibt natürlich sehr viel Kunst, die sehr beliebig ist, sehr oberflächlich, sehr dekorativ.
00:07:45: Natürlich haben wir das auf der Messe aber ich versuche das in einem sehr guten Verhältnis zu halten.
00:07:50: Ich bin auch Kunst, den man sich damit beschäftigt.
00:07:55: Ich habe oft Bewerbung von Galerien, die dann fragen warum lehnst du mich immer ab?
00:07:59: oder ihr.
00:07:59: Aber das sind dann manchmal auch wirklich Bewerbungen von Galerien, die Sachen mitbringen, die bewusst nur eingereicht werden weil man weiß, was man verkauft ist halt.
00:08:07: Das ist halt nur dekorativ und für mich nicht das richtige Konzept.
00:08:12: Ich nenne es immer ein bisschen, ich habe das mal ironisch gesagt, wir kriegen unglaublich viele Bewerbung von Galerin, die sich mit Neon abstrakt... Disney Club nenne ich das immer ironisch.
00:08:24: Also einfach sehr Sachen, die man denkt, die vermeintlich sich verkaufen.
00:08:27: Die verkaufen sich teilweise auch denke ich so im Markt.
00:08:29: aber es ist nichts was ich präsentieren möchte.
00:08:31: also ich möchte trotz der der price range von bis zehn tausend euro möglichst gute kunst auf der messe zeigen.
00:08:37: und ja deswegen gucke ich dass auch da die mischung stimmt.
00:08:41: wir haben natürlich dekorative position ohne frage.
00:08:44: das bleibt auch in dem segment bis zehntausend Euro nicht aus.
00:08:47: aber für mich ist es auch super wichtig eben auch ein erfahrener Sammler auf die Messe geht und sagt wow, das ist jetzt immer richtig, richtig gute Kunst.
00:08:55: Und deswegen kunst die nur Schreitung zu verkaufen will ich jetzt persönlich nicht so einen Riesenfeld davon sagen wir es mal so.
00:09:01: Wenn ich jetzt bei euch aufs die Kunstmesse gehe vielleicht sehen wir uns ja wirklich auch an diesem Wochenende dort.
00:09:06: Ja gerne!
00:09:06: Finde ich da wirklich Kunst für hundert Euro wo ich sage ja oh das ist ein kleines Mitbringsel das gefällt mir das kann ich wirklich mitnehmen.
00:09:13: Ja, wir haben tatsächlich auch Foto-Editionen natürlich da.
00:09:16: The Root Gallery, die haben Fotogalerie oder Fotoeditionen dabei und die kriegt man natürlich durchaus im kleineren Format.
00:09:22: Na klar!
00:09:23: Der Besucher fragt mich das dann, ich mache mal eine Führung mit unter tausend Euro... ...und dann werden viele Fragen natürlich ja gibt es auch Arbeiten für eine riesige Arbeit?
00:09:33: Die haben denn die Vorstellung bei zwei Hundert oder Zweihundert Euro bekomme ich jetzt große Arbeit.
00:09:36: Natürlich ist das eine kleine Arbeit, ist eine Edition Es wird ein unbekannter Künstler sein und es wird sicherlich kein Unikat sein.
00:09:42: Aber ich sage mal, bei Fotografie als auch Siebdruck absolut möglich.
00:09:46: Also eine Galerie bringt nur siebtrücke mit oder drei oder vier Galerien und die haben auf jeden Fall Kunst auch für hundert Euro tatsächlich.
00:09:54: Das sind dann Siebtrucke in der Auflage und da ist auf jeden fall was möglich!
00:09:57: Und
00:09:57: das ist ja besonders spannend für Leute, die gerade in die Kunstszene in die Welt hineinstoßen sich erst einmal daran gewöhnen wollen um vielleicht erstmal erste Schritte wagen wollen und vielleicht daraus einen Sammler entsteht.
00:10:09: Ich finde, dafür eignen sich Editionen wunderbar.
00:10:11: Also man kann ja wirklich tolle Arbeiten kaufen wenn man bei Editionen guckt.
00:10:15: Ich habe eine Galerie aus Berlin in Kreuzberg-White Grid.
00:10:18: Die hat unglaublich gute nationale, lokale als auch internationale Künstler und da kriegt man tolle Arbeitenteilweise für zweihundert, dreihundert Euro.
00:10:27: das sind halt dann Auflagen, sieben Drucker und bin ich ein riesen Fan von.
00:10:31: um die Jüngeren Kunstinteressierte, die jetzt noch nicht im Kunstmarkt zu erreichen ist das Medium natürlich perfekt.
00:10:38: Also ich freue mich immer über gute Editionsgalerien wie White Grid aus Berlin.
00:10:43: Dreipunkt-Editionen aus München ist auch noch klasse.
00:10:45: also da gibt es halt ein paar, die sich darauf schweizitisiert haben.
00:10:48: Da gucke ich natürlich auch mal.
00:10:49: dass wir einige auf der Messe haben Ist natürlich ganz wichtig.
00:10:51: Wir haben natürlich auch Galerien, die einfach sehr viel kulturelle Kunst mitbringen eher im Preissegment fünf bis zehn.
00:10:57: Das ist dann einfach immer auch Konzeptsache der Galerie natürlich.
00:11:00: Du
00:11:00: willst es kennen, eine große Angst bei Kunst interessierten Menschen?
00:11:04: Ist das immer oder ein großes Hemmnis?
00:11:06: Das hat man oft auch selbst erlebt wenn man in den Galerien gegangen ist.
00:11:09: Man schaut auf einen Kunstwerk und kann es vielleicht nicht einschätzen weil man nicht so kunstaffin ist und es hängen keine Preise an den Kunstwerken.
00:11:17: Und dann kommt diese große Hemschwelle an den Galeristen, an den Aussteller heranzutreten und den Preis abzugleichen mit dem was kann ich mir vielleicht leisten?
00:11:26: Das ist diese große Angst nach dem Preis zu fragen.
00:11:29: Und genau das soll ja bei euch nicht sein!
00:11:31: Und ihr habt dann ein anderes Konzept.
00:11:33: hier hängt die Preise aus.
00:11:34: Genau man muss Fernseher sagen wir waren die ersten.
00:11:40: Ich war auch in Hamburg oder in Deutschland wahrscheinlich die erste Kunstmesse, die das Jahr zwölf gemacht hat.
00:11:44: Haben wir auch eine Menge Kritik bekommen?
00:11:46: Weil was neu ist natürlich in Deutschland und speziell in Hamburg, wo da auch im Kunstmarkt natürlich immer erst mal etwas anderes... ...und die Galerien wollten natürlich auch nicht ganz so gerne die Preise immer so offen kommunizieren.
00:11:58: Bei uns ist es, jede Galerie muss das machen!
00:12:00: Das ist das Konzept um die Hemmschwelle abzubauen.
00:12:02: Ich kenne Magnus Resch, den ich sehr schätze und den auch ganz gut kenne.
00:12:05: Der sagt das auch immer der Preis ist eines der wesentlichste Argumenten um die Hemmschwelle abzubauen.
00:12:09: so und ich finde dass es hat er gut getroffen.
00:12:12: und wir machen das seit über vormundzwanzig Jahren und wir sehen das auch weil meine Erfahrung war mal... ich habe eine Zeit lang mal in Miami gelebt in den neunzigern.
00:12:20: Ich weiß nicht mehr, dass ich im Miami war.
00:12:23: Dann hab mich getraut in den Ruschgericht hingegangen und wollte fragen was die Arbeit kostet.
00:12:27: Kurz davor kam aber jemand und sagte dann ja das war so eine kleine Arbeit, also wirklich Mini.
00:12:33: Die war da ein Hundertfünfzigtausend Euro.
00:12:35: Das habe ich mir dann erspart!
00:12:37: Und ich finde es ist eine unangenehme Situation danach zu fragen und dann tut man so, ich kann's mir natürlich leisten.
00:12:42: Aber oft wenn man jetzt nach Basel irgendwie auf Miami geht oder auch auf die Art Kolon, natürlich haben alle diese Messen Kunst, die bezahlbarer ist.
00:12:50: Aber meistens hat man hier einen sehr guten Geschmack.
00:12:52: Also die meisten Sachen, die ich dann immer sehe sind richtig teuer.
00:12:57: Von daher finde ich das Konzept der Erfolge nach wie vor richtig gut dass man den Preis sieht und ich sehe auch immer mehr Galerien, die das in den Galerieräumen machen.
00:13:04: Das finde ich ganz schön also dass sie bis auch teilweise seit ein paar Jahren übernehmen und auch andere Messen machen das jetzt auch.
00:13:10: Ich kenne ja auch die Kollegen von einer Art Muck und auch in Frankfurt gibt es auch Messen.
00:13:15: Also mittlerweile machen das Gott sei Dank sehr viele Messen.
00:13:18: Wir sind da auch nicht mehr die einzigen.
00:13:19: Und der Markt ist natürlich auch viel demokratischer geworden in den letzten zehn Jahren, das ist ja auch eine schöne Entwicklung so.
00:13:24: Da verändert sich schon sehr viel in den vergangenen Jahren.
00:13:27: Ich
00:13:27: habe selbst diese Diskussion immer wieder geführt auf Ausstellungen wo meine Werke vertreten waren und ich hab gesagt nein!
00:13:33: Ich möchte meine Preise dranhängen großes Erstaunen.
00:13:37: und im München wie du sagst schon eine andere Messe vor Ort haben wir es gemacht.
00:13:43: Preisschilder dann neben den Werken aufgehangen und das kam also super auch an bei den Käufern.
00:13:48: Weil sie sofort informiert waren, wie toll ist das Werk?
00:13:51: Kann ich mir das leisten?
00:13:52: Man kommt darüber auch ins Gespräch!
00:13:53: Das ist halt
00:13:54: transparent.
00:13:54: ne es baut die Hemmung ab, die Hemschwelle, das ist auf jeden Fall gut so.
00:13:58: Und bei unseren Messen sind die Galerien und die Galaristen meistens auch sehr offen.
00:14:05: Die gehen auf jede Frage ein, die priefen wir natürlich aus... Also das ist glaube ich auch noch mal wichtig, dass man Galarieristen hat, die sehr, sehr offen sind mit den Besuchern zu reden, den Sachen zu erklären.
00:14:15: Das kann auch auf anderen High-End-Messen ganz anders sein!
00:14:18: Wenn man jetzt auf die Akku nochmal dritt dreht, die ich sehr mag, die Messe oder überhaupt die High end messen, dann ist schon noch einmal ein anderes Gefühl als Versucher.
00:14:24: Da muss man sich mit sehr viel Mut an den Tisch wagen um mal ein Gespräch zu starten.
00:14:29: Also ja, es ist immer noch teilweise finde ich im Hochpreissegment immer noch ganz schön elitär.
00:14:34: Ja die Erfahrung habe ich auch gemacht auf den ersten Messen wo ich dann als Besucher oder Künstler war.
00:14:39: das war total befremdlich.
00:14:40: man ist nicht angesprochen worden man hat sich kaum getraut da Galeristen oder Vertreter anzusprechen.
00:14:45: eine komische Hemschwelle die mittlerweile aber auch wie du sagst abgebaut wird.
00:14:49: Ich komme dazu ich hab mal vor Jahren einen Podcast gemacht Da haben wir's mal runter gerechnet Podcast-Episode.
00:14:58: Wir haben das mal hochgerechnet auf zwanzig Jahre, wo man so ein Kunstwerk vielleicht hält wenn es einem gefällt.
00:15:04: Wenn das neunneunzig Cent pro Tag glaube ich.
00:15:06: die Leute gehen aber ins Geschäft und schließen in der Stunde einen Vertrag über das neueste iPhone oder ein anderes Gerät ab.
00:15:12: für tausend sechszehnt Euro stottern das ab bezahlen das ohne mit der Wimper zu zucken.
00:15:17: Warum ist dann immer noch eine Hemmschwelle?
00:15:19: Oder fehlt da der Mut vielen Besuchern auf so einer Messe zu sagen, oh ich kaufe mir jetzt ein Kunstwerk für tausend sechshundert Euro.
00:15:25: Wie gesagt bei uns in Hamburg und auch in Berlin wirklich unglaublich viel Kunst verkauft in den vier fünf Tagen.
00:15:32: ja die Hamburger ist ja doch eine sehr wohlhabende Stadt.
00:15:35: also wir sehen tatsächlich das ist ganz erfreulich.
00:15:37: also der die Vorstellung dass in Hamburg eine Messe nicht funktioniert um Kunst sich nicht verkauft hat haben wir Gott sei Dank bewiesenermaßen belegt mit unserer Messe und bei uns sind sie doch relativ spontan kann ich gar nicht so bestätigen?
00:15:48: Also wir haben oft Ich habe teilweise auch Mitarbeiterin gehabt, die dann irgendwie mit einem Galerist besprochen haben, dass sie das in zwei-drei Raten abgezahlt haben.
00:15:56: Also Galerien sind ja heute teilweise auch flexibler, die sagen okay zahlst du in drei Raten die drei-, viertausend Euro ab?
00:16:02: Also hatte ich wie gesagt zwei Mitarbeiterin mal und teilweise sehe ich da schon eine Veränderung im Markt.
00:16:08: Ich hatte jetzt auch letzte Woche gerade von der Art Basel eine Studie gelesen, dass die größte Käufergruppe im Kunstmarkt momentan die Generation Z ist also die Zuma ... fand ich ganz spannend, dass die sogar in dem Preissegment über eine Million... ...die größte Käufergruppe gerade sind.
00:16:22: Also die Generation von zwanzig bis vormundreißig diese Erbengeneration natürlich aus dem Segment.
00:16:28: aber das fand ich jetzt trotzdem sehr erfreulich,... ...dass die nicht da hingehen und sich Autos kaufen wie vor zwanziger Jahren sondern sagen,... ..."ich kaufe mir jetzt Investiere oder Kaufekunst, die mir gefällt".
00:16:39: Und dann dieser Studie stand auf jeden Fall drin, dass sie auch anders daran gehen.
00:16:43: Die sagen wir wollen den Künstler.
00:16:44: Die Förderung des Künstlers ist viel wichtiger als jetzt nur die materielle Geschichte.
00:16:50: Und das finde ich eigentlich eine ganz schöne Entwicklung, dass die jüngste Generation im Kunstmarkt offensichtlich sehr offen für Kunst kauft wenn sie das nötige Geld hat.
00:16:59: und jeder Kunstkauf, das ist denen bewusst glaube ich fördert den Künstler in seiner Entwicklung.
00:17:04: er bekommt die Möglichkeit weiter diesen Beruf auszuüben kürzerisch tätig zu sein.
00:17:09: Du hast es gerade schon angesprochen, der besondere Standort in Hamburg.
00:17:12: Früher galt immer der Spruch und heute gilt er ja nicht mehr.
00:17:15: Hamburger kaufen keine Kunst!
00:17:17: Die Hanseaten sind da zurück, zurückhaltender als vielleicht im Süddeutschland.
00:17:20: Warum stimmt der Sprich nicht mehr heutzutage?
00:17:23: Also der Spruch, wo ich angefangen habe war der Spruchs sehr präsent.
00:17:27: Die ersten Jahre auf jeden Fall.
00:17:29: und ja wir sind fleißige... Wir haben jedes Jahr immer ein bisschen mehr gesteigert.
00:17:34: wie gesagt wir sind mittlerweile so bei zwanzig, fünfundzwanzig tausend Besuchern, neunzig Galerien und die Messe wie gesagt die Galerie verkaufen sehr gut.
00:17:40: also der Sprucht stimmt auf jeden fall nicht mehr für unsere Messe.
00:17:43: Ich werde jetzt nicht sagen dass in Hamburg sich unglaublich viel und gut Kunst verkauft.
00:17:47: dafür höre ich dann doch zu viele Galerienen die sich auch über den Standort manchmal beklagen.
00:17:51: Ich bin in einer sehr angenehmen Situation, dass das bei unseren Messe und unserem Besuchern nichts zutrifft.
00:17:57: Dass die in Hamburg zumindest im November in dem Kalender ... ich weiß aber auch von vielen Hamburgern, die unseren Termin wirklich im Kalender drin haben seit Jahren.
00:18:07: Teilweise auch die nächste Generation jetzt kommt.
00:18:09: Also teilweise sehe ich Leute, die haben vor zehn, fünfzehn Jahren ... Jetzt bringen sie ihre Kinder mit, die am Anfang Mitte zwanzig sind was eine schöne Entwicklung ist so.
00:18:19: Kann das jetzt nicht so bestätigen?
00:18:20: Also ich glaube, es hat sich in Hamburg wirklich gewandelt.
00:18:23: Aber ich höre auch mehr Galerien die das positiver sehen als vor zehn Jahren noch oder fünfzehn Jahre.
00:18:28: Ich habe auch viele Galeriene aus Hamburg Kunden von mir, die sagen ne, dass funktioniert schon.
00:18:32: also der Hamburger kauft mittlerweile auch in Hamburg und das ist ja eine schöne Entwicklung.
00:18:35: Da hat sich auf jeden Fall maßgeblich was verändert den letzten zehn-fünfzehn Jahren und ich würde Hamburg mittlerweile schon als ein... guten Standort bezeichnen.
00:18:43: Das zeichne auch, glaube ich, dass du, soweit ich informiert bin, auch Galerien hast die aus Süddeutschland extra zu euch rauf kommen und dort dann sich bewärmen und bei euch ausstellen wollen.
00:18:52: Wir
00:18:52: haben ins Deutschland
00:18:53: und auch international sind ja bei euch vertreten?
00:18:55: Genau
00:18:55: wir haben Galerie aus vierzehn Ländern von New York bis Australien also von überall quasi jedes Jahr.
00:19:03: dabei.
00:19:03: so ungefähr vierzig Prozent kommen aus dem Ausland weil sie natürlich unsere Firma kennen, die Firma Ramsey Fairs und ich sage mal Stammkunden-Kunden Company.
00:19:12: Und deswegen habe ich in dem Sinne da die luxuriöse Situation, dass ich einfach sehr viele Kunden hab von der Renzi-Fair Gruppe, die teilweise machen sie den Messen in New York und Melbourne überall in der Welt und haben dann quasi im Herbst zum Beispiel habe ich manche Galerien, die machen sechs, sieben Messen dann hintereinander und meistens bin ich dann zwischen Amsterdam und Brüssel.
00:19:33: Nee, deswegen das ist eigentlich ganz schön!
00:19:35: Für den Hamburger ist es natürlich auch eine Bereicherung wenn er Kunst sieht, die jetzt auch international.
00:19:40: Bei unseren Kunden weltweit hat Hamburg einen sehr guten Ruf.
00:19:43: die Messe mittlerweile und auch der Standort.
00:19:47: Hamburg hat einfach mit den höchsten Einkommen in Deutschland, glaube ich, mit München.
00:19:52: vielleicht kommt Frankfurt noch mit und da sieht man schon den Unterschied zu Berlin.
00:19:56: jetzt zum Beispiel wo ich eine Messe mache.
00:19:58: Das ist dann doch nur ein ganz anderer Standort, ganz klar.
00:20:00: Also Berlin ist deutlich schwieriger als Hamburg.
00:20:02: Da wollte ich darauf hinaus – das wäre meine nächste Frage jetzt!
00:20:05: Du hast ja diese beiden Einsichten einmal Hamburg, einmal Berlin.
00:20:08: Was unterscheidet den Hamburger Sammler und die Besucher von anderen Standorten wie Berlin?
00:20:13: Wo sind da Unterschiede erkennen?
00:20:15: In Berlin sind wir erst im dritten Jahr so knapp zwölftausend Besucher.
00:20:18: Die Messe läuft auch gut für die Galerien aber es natürlich noch nicht auf dem Niveau von Hamburg muss man sagen.
00:20:22: Klar, das braucht noch bisschen Entwicklung Hamburg hat das aber auch ein paar Jahre gedauert.
00:20:27: Aber klar, in Hamburg gibt es einfach eine sehr große Kaufmannschaft die über Jahrhunderte das Vermögen weitergegeben hat.
00:20:34: also hier gibt's einfach sehr viele, ich sag mal, sehr wohlhabende Familien, sehr hohe Einkommen... In Hamburg ist einfach sehr viel Geld!
00:20:41: Das muss man sagen und das spürt man auch.
00:20:42: Also ich lebe ja hier seit über twenty-fünf Jahren und das ist schon nochmal was anderes als in Berlin?
00:20:48: Allein durch die Historie gibt es dort einfach nicht so viele Unternehmer-Familien, über mehrere Generationen gibt sie Vermögen aufgebaut haben.
00:20:55: Also das Vermögane ist bei Weitem nicht so groß wie in Hamburg.
00:20:58: Es gibt nicht so viel vermögende Familien, die Einkommen sind geringer.
00:21:03: aber viele in Berlin reden immer auch über den Standort so negativ.
00:21:08: ich habe mir meine Messe eigentlich eine ganz positive Erfahrung gemacht.
00:21:10: wir gehen jetzt nächstes Jahr schon ins vierte Jahr.
00:21:12: Die Galerien verkaufen ganz anständig und ich sehe dort in Berlin auf jeden Fall auch mittlerweile viel mehr Kaufkraft als vor fünf oder zehn Jahren.
00:21:20: Das sieht man ja auch, wenn man sich die Immobilien anguckt.
00:21:22: Ich meine, die Preise sind hier auch dort verrückt.
00:21:24: aber es gibt ja auch viele Startup-Leute in Berlin, viele große Companies.
00:21:30: also in Berlin seit vor fünf Jahren hätte ich mich das noch nicht getraut vor fünf bis zehn Jahren in Berlin eine Messe zu machen.
00:21:35: Aber ich habe vor drei oder vier Jahren gedacht, jetzt ist langsam der richtige Zeitpunkt das mal zu wagen.
00:21:41: Und wir haben eine unglaublich tolle Location bekommen die Arena Berlin an der Spree und hatten auch letztes Jahr das Badeschiff dazu mit einem riesigen Pool in der Sprehe.
00:21:50: Das war einfach ein Riesenchance das man einfach zu probieren.
00:21:53: Wir sind ganz happy, ganz zufrieden und mitten einer gewissen Bescheidenheit braucht noch zwei-drei Jahre wahrscheinlich bis wir das Niveau von Hamburg haben.
00:22:01: aber ich sage mal ich hab da die genügend Ausdauer dass wir gucken, dass wir die Messe auch auf eine schöne Größe bekommen und das sie für die Galerien.
00:22:08: Und die Besucher auf jeden Fall in der Bereicherung ist.
00:22:10: Dass
00:22:11: uns schon mal auf die Zahlen eingehen, nur es ist schon mehrfach erwähnt, zwanzig bis fünfzwanzigtausend Besucher an diesem Wochenende.
00:22:16: dann wenn ihr öffnet, neunzig Galerie mittlerweile, die dort ausstellen kann man auch festhalten wie viel Werke da an diesen Wochenende bei euch dann das Gelände verlassen ungefähr?
00:22:28: Ich
00:22:28: würde jetzt mal so grob schätzen Ist wirklich nur geschätzt, vielleicht sechstundhundert, siebenhundert Werke?
00:22:32: Die
00:22:32: anderen, wenn man jetzt schätzt sechshunderts, siebhundert achthundert.
00:22:35: Vielleicht tausend Werke, die das Gelände verlassen bei den Besucherzahlen.
00:22:38: Was hält die Anderen davon abzukaufen?
00:22:41: was meinst du?
00:22:42: oder entsteht auch noch nach der Messe Handel und es werden Werke nach der Misse noch gekauft?
00:22:48: Naja, dass ist ein Riesen.
00:22:49: für jeder Kunstmesser also nicht nur bei uns, aber auch bei der Positionen, bei der Atmung Also bei Kunstmessen wird immer sehr viel im Nachgang noch verkauft.
00:22:56: Also klar, wenn wir eine Arbeit kauft ... für fünf oder zehn tausend Euro.
00:23:00: Da braucht man schon ein bisschen Zeit und das überlegt man, nicht jeder ist so imposit... ... und kauft es an einem Tag.
00:23:06: Und ich höre von Galerien ganz oft nach der Messe,... ... dass die mich Monate später anrufen und sagen,... ... oh mein Gott!
00:23:11: Die Messe war eigentlich ein bisschen ruhig für mich,... ... aber ich habe noch drei vier Arbeiten im Frühling verkauft.
00:23:15: Also das geht oft wenn die Messe jetzt am November in Hamburg... bis zum Frühling immer noch von Galerien im Nachgang, die sagen ich habe da noch einen Kunden gehabt der sich noch gemeldet hat im Februar März und hab dann noch irgendwie ein, zwei Arbeiten gekauft.
00:23:27: Nee das wissen die Galerian auch so und wir versuchen ja auch dass die Messe eigentlich.
00:23:32: Ja also das ist nicht nur die vier fünf Tage sind für die Galeren So und das funktioniert eigentlich ganz gut.
00:23:38: Also viele Galerienen sehen das natürlich auch als in Berlin sehe ich das Das.
00:23:41: in Berlin ist es ja sehr schwer, als Galerie auch aufzufallen bei vierhundert Galerien und das ist natürlich für die Galerie auch gut ist sich zu präsentieren.
00:23:49: Weil als Besucher hat man natürlich die Möglichkeit jetzt in Hamburg neunzig Galerienezusehen in zwei drei Stunden.
00:23:55: Ja, dass ist natürlich eine Hamburger Galerie oder Berliner Galerie wunderbar zwanzig-vonzwanzigtausend Besucher ... an vier, fünf Tagen zu treffen.
00:24:03: Ich meine ich habe mal mit einem alten Galerist gesprochen in Hamburg vor ein paar Jahre... ... vor drei, vier Jahren und er sagte naja vor zehn Jahren sind bei mir noch irgendwie... ... dreißigvierzig am Tag in die Galerie gekommen.
00:24:12: heute sind es noch dreieinhalb.
00:24:14: so also auch die Frequenz in den Galerien ist natürlich maßgeblich runtergegangen.
00:24:18: leider bin ein riesen Fan vom Programm Galerin aber das höre ich tatsächlich immer von Galerieren die sagen die Besucherlaufkundschaft in Galeriene ist maßgablich weniger geworden in den letzten Jahren.
00:24:29: Und dafür ist eine Messe natürlich wirklich gut, um mal wieder sehr viele Menschen zu sehen und auch zu zeigen dass ich in der Stadt bin.
00:24:36: Da schließt sich eine Frage für mich an.
00:24:38: du hast beschrieben wie sich das entwickelt hat.
00:24:41: früher waren dreißig vierzig vielleicht am Tag in einer Galerie heute sind es nur noch dreieinhalb Besucher.
00:24:46: viel leicht Wie hat sich der Kunstkäufer in den heutigen Zeiten gewandelt?
00:24:51: Ich kenne viele Jüngere, die überhaupt kein Problem damit haben für zwei drei viertausend Euro über Instagram oder über andere Social Media Accounts Kunst zu kaufen.
00:25:01: Ich bin noch old school.
00:25:02: ich muss das Kunstwerk sehen und dann begeistern und dann kaufe ich es erfahre vielleicht noch was vom Künstler kann mit dem sogar noch sprechen und dann schlage ich zu aber wie hat sich diese Entwicklung geändert?
00:25:13: Ich glaube, davon liest man ja auch häufig.
00:25:18: Gerade in der Pandemie war das natürlich sehr am Boom.
00:25:21: aber was ich so mitbekomme und wir sehen es bei unseren Messen auf weltweit... Das war jetzt ein riesen Run in dieser Zeit wo wir diese Pandemie hatten.
00:25:31: da war das irgendwie üblicher.
00:25:33: Ich sehe und höre und lese aber auch dass der Trend schon wieder sehr hingeht.
00:25:38: sich Meeting Point, sie wollen Menschen treffen.
00:25:41: Sie wollen Kunst sehen!
00:25:42: Sie wollen sie spüren... Also Gott sei Dank bin ich sehr froh erstmal nicht nur für mein Business aber auch generell dass die Menschen wieder Kunst erfahren wollen.
00:25:50: also ich persönlich finde es wie du sehr schwierig irgendwie Kunst online zu kaufen.
00:25:54: also mir käme das jetzt nicht in den Sinn.
00:25:56: Aber sind wir wieder bei der Generation Z?
00:26:00: soll das ja sehr üblich sein?
00:26:02: Ich meine die sind das auch gewohnt.
00:26:04: Die kaufen auch seit Jahren irgendwelche Uhren online für fünftausend oder zehntausend Euro Kleidung sowieso.
00:26:10: Ich glaube die einkommst starke Generationen der Millennials und Jensies, ja sie sind damit groß geworden und ich glaub für die ist das ziemlich normal.
00:26:18: ob die jetzt teilweise kaufen die ja sogar Autos online habe ich gelesen.
00:26:21: also prinzipiell warum sollen sie nicht auch Kunst kaufen?
00:26:23: Ich glaube diese Berührungsängste sind da nicht vorhanden weil sie es einfach gewohnt sind ... online sehr große Beträge auszugeben.
00:26:29: Ja, wie gesagt ich präferiere es und freue mich über jeden Millennial und Jensi... ...und die jüngere Generationen die noch in der Programmgalerie geht vor Ort und zur Messe aber am liebsten natürlich in die Galerie weil sind die Galerien glücklich bin ich als Veranstalter auch happy.
00:26:42: also ist es natürlich schon elementar wichtig dass man auch die Galerin lokal unterstützt sei es nun mit Kunstkäufen.
00:26:51: Ja, wenn es nur noch Messen gibt und nur noch Online-Verkäufe, dann wird's irgendwann keine Programmgalerien mehr geben.
00:26:56: Deswegen appelliere ich auch immer in jeden der Kunst liebt und gerne Kunst kauft... ...auch eben immer ein bisschen lokal zu denken und zu sagen support your local dealer!
00:27:04: Also die lokale Galerie schräg-schräg den lokalen Künstler.
00:27:08: also Ich kaufe zum Beispiel nur Künstlern aus Berlin und Hamburg weil ich dort lebe.
00:27:11: so Und für mich ist das einfach mein Wertesystem, dass sagt manchmal sich Kunst in anderen Städten oder auch im Madrid oder in anderen Ländern.
00:27:19: aber Ich habe mir gesagt, nee ich möchte gerne wenn ich Kunst kauf den Künstler kennen.
00:27:23: Ich möchte die Galerie kennen am besten in denen steht wo ich lebe.
00:27:26: so das ist zumindest mein Konzept fühlt sich für mich richtig an.
00:27:29: und ja ich empfehle dass immer jeden auch ein bisschen ganz nachhaltig zu denken auch in dem Bereich.
00:27:36: jetzt sind wir schon bei Empfehlungen.
00:27:38: zum Abschluss nochmal da ich finde eine Kunstmesse ist auch ein Eventcharakter finde ich diese Austausch über Kunstreden sich auszutauschen über Kunstwerke was machen sie mit einem?
00:27:48: dann vor Ort zu kaufen und nicht so abstrakt, vielleicht auch über Instagram.
00:27:52: Auch wenn das erlaubt ist natürlich!
00:27:54: Aber wir sind bei den Tipps... Du hast schon gesagt du kommst viel rum aufmessen, du hast Einblicke.
00:28:00: Wie sind da die künstlerischen Entwicklungen auch bei euch?
00:28:02: Merkst du dann neue Trends, vielleicht auch KI-generierte Bilder oder irgendwie was da einfriest.
00:28:07: Wie sind die Trends aktuell?
00:28:08: Naja, KI ist natürlich überall im Thema, aber so richtig kann es auch noch keiner definieren.
00:28:14: Wir sind ja auch gerade in dem Prozess ein bisschen.
00:28:16: wie kann man das genau definieren?
00:28:18: Ich glaube, da muss man erst mal gucken wo die Reise hingeht.
00:28:21: KI ist ein Thema... Wir haben das Gott sei Dank noch nicht so präsent, weil da kann man sich dann ja streiten.
00:28:25: Ist es jetzt wirklich alles Kunst wenn jemand mit KI Kunst macht?
00:28:29: Das wäre ein sehr komplexes Thema.
00:28:31: Das würde wahrscheinlich einen eigenen Podcast bei dir mal füllen.
00:28:33: Ja ich glaube der Trend in dem Sinne den ich sehe ist was ich eben schon gesagt habe dass die Leute wieder Kunst erleben wollen.
00:28:40: Das ist auch eine eine Plattform ist ein Meeting Point.
00:28:44: also wir haben bei der Eröffnung zum Beispiel uns jetzt in zweieinhalb Wochen am Mittwoch Da kommen vier und ein halb tausend Personen.
00:28:50: Und am Donnerstagabend noch mal vierundhalb Tausend.
00:28:52: Also da geht es natürlich auch darum, klar um Kunst zu schauen... ...aber eben auch Menschen zu treffen und über Kunst zu reden.
00:28:57: Es ist natürlich auch klar, das ist ein Event wie jede Kunstmesse ist ein event aber... ...so lange man denn inhaltlich da auch an die Sache rangeht und sich mit Kunst beschäftigt,... ...die anderen Tage und auch an den Abenden.
00:29:08: Denn das ist ja auch schön!
00:29:09: Aber ich sehe schon auch dass die Leute wieder Lust haben... ...eben sich Kunst vor Ort anzuschauen.
00:29:13: so hat sich jetzt glaube ich schon wieder ein bisschen verändert.
00:29:17: Gott sei Dank.
00:29:18: Gehen
00:29:18: wir mal zum Praktischen hin.
00:29:19: Ich habe jetzt, sagen wir mal einen Binbesucher.
00:29:21: Ich hab eine Abtausendfünfhundert Euro zur Verfügung und gehe auf die Messe auf die Affordable Art für Hamburg um möchte mir ein Kunstwerk zulegen.
00:29:29: Jetzt sehe ich Werke, ich habe keine Ahnung davon und sehen Werk das haut mich um!
00:29:35: Da bin ich so verliebt in dieses Kunstwerk.
00:29:37: Es ist von einem unbekannten Künstler der noch keine Preise gewonnen hat der vielleicht auch nicht großartig vertreten ist.
00:29:42: Was rätst du?
00:29:43: Finger weg oder kaufen?
00:29:44: Na ja,
00:29:45: es ist immer eine Konzeptsache.
00:29:47: Wir haben Gott sei Dank bei uns den Großteil der Besucher wie bei uns sind.
00:29:51: die kaufen jetzt Kunst nicht als Investments oder sind natürlich welche dabei?
00:29:54: Die Kunst kaufen weil sie entweder kaufen Sie die bekannten Namen, die auf der Messe bei uns auch gibt mit Edition kann man ja auch sehr bekannte Namen kaufen bis Zehntausend Euro oder sie kaufen Abcoming Künstler wo sie irgendwas gehört haben.
00:30:08: ich sage mal so bisschen mit dem Ohr kaufen.
00:30:10: Ich finde es immer schöner ich sag's immer wieder ... mit dem Herzen kaufen.
00:30:13: Die Kunst, die in einem was ausschlüßt... ...die man unbedingt haben will.
00:30:16: Deswegen wäre das mein Tipp an den Besucher... ...so sagen wir nur eine Tausend Fünfhundert Euro aus.
00:30:20: Guck nicht danach, was vielleicht irgendwann mal etwas wert ist!
00:30:24: Einfach wenn die Arbeit berührt... Man will sie unbedingt haben und vielleicht geht man auch nach Hause?
00:30:29: Ich kenne das selbst von mir, wenn ich irgendwie auf einer Messe oder in der Galerie war.
00:30:32: Das lässt mir keine Ruhe.
00:30:33: Ich gehe ja im Zweifel, dann gehe ich noch mal ein paar Tage später auf die Messe oder ich rufe die Galerie nochmal an in vier Wochen und geh noch einmal in der Galerie vorbei.
00:30:40: Aber meistens spürt man das schon auch, ob man die Arbeit wirklich haben will.
00:30:44: Und das finde ich eigentlich immer den schönsten Antrieb wenn man sagt, ich will diese unbedingt haben.
00:30:49: Ja, ich glaube, dass ist der sympathische Ansatz für mich tatsächlich.
00:30:52: Und Renate Kammer meine gute Freundin-Galeristin sehr angesehene alte ältere Dame hier aus Hamburg aber eine, die sagte mal irgendwann zu mir es ist eigentlich schön, Wieder mit mehr, mit einem Herzen kaufen weniger wird dem Ohr.
00:31:05: Weil das so ein Trend war auch ein paar Jahre.
00:31:07: Die Leute immer gefragt haben ja ist der jetzt teuer geworden?
00:31:10: Wird er teurer und so?
00:31:11: also mir ist es nicht so sympathisch.
00:31:12: Also ich finde es eigentlich gut wenn man das kauft was hat gefällt.
00:31:15: Ja und da teilst du etwas.
00:31:16: Ich habe letzte Woche Frank Brabant getroffen den Sammler aus Wiesbaden persönlich kennengelernt auch Und Frank ist neunundachtzig mittlerweile Hat große Namen.
00:31:26: aber ich hab ihn gefragt Was macht deine sammlung aus?
00:31:28: Er hat gesagt Michael Kauft keine Akzent für die Wand, kaufe die Kunstwerke von denen du überzeugt bist.
00:31:34: Und Frank Prabang hat ja viele Kunstwerken gekauft vom vergessenen Künstler.
00:31:38: Das war auch sein Tipp – kauf mit dem Herzen und kauf vielleicht nicht immer den Blutschipp-Künstler sondern Künstlern vielleicht auch, die auf dem Weg dahin
00:31:46: sind.".
00:31:46: Und dann kannst du ja auch – ich meine Harald Faltenberg hatte hier ein Händchen dafür in Hamburg der große Sammler und er hat ja auch Positionen gekauft ... die damals eigentlich kaum jemand haben wollte.
00:31:57: Die haben natürlich dann auch ein gutes ... ... Gespür für gute Kunst, aber ich glaube das ist von dem Sammler ... ... auf jeden Fall ein guter Tipp und ich gebe den auch immer wieder gerne.
00:32:06: Ich glaube, es ist auch der richtige Ansatz tatsächlich.
00:32:07: Ich möchte noch mal einen Begriff klären, der bei euch auch auftaucht in diesem ganzen Programm was ihr anbietet, Emerging Artists!
00:32:14: Was ist das und was verbiegt sich dahinter?
00:32:16: Ich habe da vor fünfzehn Jahren gedacht eine Messe ist erstmal schön aber ich finde es auch gut ganz junge Künstler zu fördern und denen auch eine Plattformen zu geben.
00:32:23: Und ich hab dann zwei tausend zwölf die emerging artists Hamburg ins Leben gerufen, die gibt's auch die emerging artist Berlin und dort präsentieren sie sich immer so zwischen drei und vier.
00:32:32: Wir hatten manchmal auch in manchen Jahren fünf.
00:32:34: Fünf Artists, in diesem Jahr sind es drei Künstlerinnen und Künstlern die sich präsentieren.
00:32:38: Das ist kuratiert von meiner Kollegin Und wir zeigen dort In Hamburg sind das Künstlerin von der HFBK ... wohnt in Hamburg von der UDK, und es ist sozusagen eine Plattform von den lokalen Kunstschulen.
00:32:52: Und die UDKA als auch die HFBK sind ja großartige Kunstschule... ...und ich finde sie eigentlich ganz schön auf der Messe sozusagen auch Künstler zu sehen, die eben noch keine Galerie haben.
00:33:01: Meistens gucken wir auch das dort Position gezeigt wird, die ja anders sind, die gar nicht kommerziell sind,... ...die konzeptionell sind, sich einfach... frei entfalten können auf so einer Kunstmesse, ohne dass sie danach schielen.
00:33:14: Verkauft sich das?
00:33:15: Das finde ich auch schön!
00:33:16: Und die kommt immer extrem gut an in Hamburg und Berlin.
00:33:19: Dass man sagt klar es ist eine Messe und das sind irgendwie viele Galerien.
00:33:22: aber jetzt eine Plattform für die lokalen Grundzuschulen zu haben ist ein kleines Herzensprojekt von mir um meinem Team und ja sind wir jetzt auch schon in fünfzehn Jahren Hamburg oder vierzehnte Jahr und es ist auf jeden Fall Ja, einer der Highlights der Messe definitiv für mich.
00:33:36: Also wir zeigen sonst eigentlich keine... Wir sind jetzt keine Messe.
00:33:38: wo Künstler ausstellen ist ja ausschließlich eine Galerienmesse so.
00:33:41: und aber die Emerging Artists Plattform ist bewusst eine Plattform eben für Künstlern die noch auf dem Sprung sind eine Galerie zu finden.
00:33:47: Und wir haben auch ganz oft künstler dabei gehabt, die teilweise tolle Galerienen dann dadurch gefunden haben oder auch kurz danach.
00:33:53: und das natürlich auch kann man uns ein bisschen Starthilfe geben Auch als Messe für so junge Künstler.
00:33:59: Und mittlerweile sind wir da ganz happy, wie sich das entwickelt hat über die ganzen Jahre mit der emerging arts Ausstellung.
00:34:05: Ich möchte mal ein Zitat von dir bringen Die zehn Prozent, die Kunst ohnehin konsumieren finden auch so ihren Weg zur Kultur.
00:34:12: Ich konzentriere mich auf die anderen, neunzig Prozent.
00:34:15: Hast du mal gesagt?
00:34:16: zweitausendsechsundzwanzig beim RBB.
00:34:19: Vierundzwantig.
00:34:20: Warum ist dir das so eine Herzenangelegenheit zu sagen?
00:34:22: zehn Prozent, die sie sowieso mit Kunst beschäftigen, die kommen ja.
00:34:25: aber diese Neunzig-Prozent.
00:34:27: und ähnlich tickt unser Kunst Podcast.
00:34:29: auch wir wollen den Mainstream an die Kunst heran führen.
00:34:31: Warum isst das ein Herzprojekt von dir?
00:34:33: Naja
00:34:34: ich bin wie gesagt ich bin ja auch Quereinsteiger.
00:34:37: Also ich bin auch irgendwie zur Kunst.
00:34:40: Ja, über Umwege gekommen.
00:34:41: Ja, Kultur.
00:34:44: Ich hatte damit nicht so viel Berührungsprüngte in ganz jungen Jahren außer mit ein bisschen Urban Art und Film.
00:34:49: aber ich sage mal so... ...ich bin jetzt nicht regelmäßig ins Theater gegangen als Jugendlicher.
00:34:54: Ich hätte andere Interessen und ich weiß dass man seinen Weg irgendwie schon auch bei mir war da irgendwie einen Antrieb.
00:35:01: also ich wollte immer zu Kunst aber ich weiß auch das es teilweise gar nichts so einfach ist für viele Besucher oder auch Zielgruppen ... zu Kunst zu kommen.
00:35:08: und wie gesagt, ich glaube einfach dass die zehn Prozent... ...die finden den Weg schon so.
00:35:13: Also die werden mit den Eltern ins Museum genommen oder ins Theater in Europa.
00:35:17: Für mich ist es einfach wichtig als Kulturmanager,... ...die Leute zu erreichen, die von der Kultur nicht erreicht werden jetzt gar nicht mal auf Kunst oder Kunstmesse... ... gezogen, ich habe ja auch lange wie gesagt Filme und Fotografie gefördert.
00:35:28: Aber ich finde es einfach schön um mich... ...um die zu kümmern, die so ein bisschen vergessen sind... ...so und die nicht unbedingt den Zugang haben.
00:35:35: Und ich glaube da ist auch sehr viel Aufbauarbeit.
00:35:37: aber ich hab das Konzept seit knapp zwanzig Jahren oder... ...fünfundzwanzig Jahre als Kulturmanager.
00:35:41: Aber mittlerweile haben ja die Museen auch seit... ... seit einigen Jahren verstärkt angefangen mit Vermittlungsarbeit.
00:35:46: Sie machen irgendwie anderes Programmprogramm, haben eben auch die Museen... Ich komme ja ursprünglich aus dem Museum so vor zwanzig Jahren und die Musee haben wir jetzt ja auch irgendwie erkannt in den letzten Jahre dass sie einfach weitere Zielgruppen erreichen müssen.
00:35:57: wenn sich nur um die zehn Prozent kümmern werden die Besucherzahlen im Museen wirklich arg rückläufig sein die nächsten Jahre so.
00:36:05: aber da ist eine super Entwicklung auch in den Museen die letzten Jahre und es schön auf jeden Fall.
00:36:10: Aber mein Fokus war das schon immer weil ich glaube das ist irgendwie dankbarer die zu erreichen, die ein bisschen vergessen sind im System.
00:36:18: Ja finde ich auch ist ein sehr großer Antrieb für uns hier weil wir sagen jeder interessiert sich eigentlich für Kunst aber nicht jeder hat die Chance dort hingeführt zu werden.
00:36:27: Kommen wir zur Affordable Art Fair jetzt in November vom fünften bis acht.
00:36:31: magst du uns noch mal sagen ihr habt einen besonderen Standort finde ich für so eine große Messe.
00:36:35: ihr seid ja mitten in der Innenstadt irgendwie angeboten.
00:36:38: das sind ja kurze Wege dort.
00:36:39: Magst du nochmal sagen wo findet die Stadt?
00:36:42: Wann findet die Stadt und was erwartet da die Besuche?
00:36:45: Ja, wir haben den Luxus in Hamburg.
00:36:47: Was selten ist... Die Hamburg-Messe ist direkt beim Fernsehturm.
00:36:49: In der Innenstadt, in der Schanze, das ja seit zwanzig Jahren so ein Zehneviertel ist.
00:36:53: Es ist auch unglaublich viel Leben in der Gegend.
00:36:56: Was ich toll finde als Veranstalter natürlich.
00:36:58: Sonst sind die Messen immer am Ende der Welt.
00:37:00: In vielen Metropolen in Deutschland.
00:37:02: Nee!
00:37:02: Wir sind mittendrin U-Bahn Sternschanze, man vom Dammtor Hauptbahnhof paar Stationen.
00:37:06: Man hat ein riesiges Parkhaus bei uns.
00:37:07: das ist natürlich eine tolle Infrastruktur der Hamburgmesse.
00:37:10: Ja wir haben neunzig Galerien wie gesagt vor dem fünften bis zum achten November.
00:37:14: Wir haben kostenlose Führung jeden Tag um fünfzehn Uhr.
00:37:17: Ich mache auch am Freitag um fünf eine kostenlosen Führungen unter tausend Euro, wir haben ne untertausende Euro Wand auf wo wir zehnten Arbeiten zeigen von zehn Galerien die sehr viel Kunst unter Tausend Eurot zeigen und eben auch die jüngeren Sammler ein bisschen ranzuführen.
00:37:30: Wir haben die Merching Artist Ausstellung die wunderbar ist auch in der Führungs.
00:37:34: dann haben wir eben am Mittwochen oder Donnerstag, die beiden Abende.
00:37:37: Große Events auch mit Donaldson und DJ da, Levente aus Berlin, ein alter Paar, Haus DJ aus Hamburg, Elektro-DJ aus dem Paar.
00:37:47: Und wir haben sozusagen an beiden Abenden auch viel Programm.
00:37:49: Also wir bieten sehr viel.
00:37:50: Ich glaube es ist auf jeden Fall eine gute Sache mal vorbeizuschauen am fünften bis zum achten November.
00:37:55: Auf jeden Fall wenn ich die Zeit finde werden wir uns ja sehen und dann werde Um vor Ort mir da einen Eindruck zu gewinnen, zumal auch befreundete Künstler von mir auf der Messe bei euch sind.
00:38:06: Schön!
00:38:06: Das
00:38:07: würde sich sogar dann super anbieten.
00:38:09: Zum Ende hin zwei Fragenzuschluss.
00:38:12: Was war für dich der überraschendste Moment?
00:38:14: Auf einer affordable Ad-Fair die du geleitet hast?
00:38:17: War es ein Kunstwerk, war es ein Käufer oder irgendeine Begegnung, die du hattest, wo du immer noch dran denkst?
00:38:24: Schönsten und emotionalesten Begegnungen war, ich hab' ... ... im Jahr zwanzig.
00:38:29: nach monatelangen Lockdown in der Pandemie durfte ich eine Messe machen, wo paar Tage vor die Maskenverbot aufgehoben worden waren.
00:38:35: Der Lockdog war gerade vorbei.
00:38:37: Wir waren in Norddeutschland und Hamburg wohl sicherlich einer der ersten Events ohne Maske, wo man Wein trinken durfte.
00:38:43: Wir hatten aber immer noch diese Registrierung mit der Pandemie und die Leute waren wirklich ausgedürrt ... ... nach monatalangem Lockdown und nichts machen.
00:38:49: Und wir hatten wie gesagt die Chance dass die Menschen sich da treffen konnten.
00:38:53: Die haben Weinen getrunken, die haben sich in den Armen gelegen.
00:38:55: Die hatten einen unglaublichen Armball.
00:38:57: Wir hatten ja auch noch limitiert.
00:38:58: Für mich war das eine unfassbar... tolle Erfahrungen als Veranstalter, die Menschen zu sehen wie sie sich gefreut hat.
00:39:04: Sich in den Arm zu nehmen ohne Maske und Wein trinken, Kunst anschauen auch unglaublich.
00:39:09: also das war ein unfassbar gutes Gefühl war auch unfassbare gute Verkäufe weil die Leute sehr viel Geld gespart haben in diesen Lockdowns.
00:39:15: es war auch wirtschaftlich für die Galerie natürlich unglaublich gut so.
00:39:18: Ironie der Geschichte eine Woche später waren wir wieder im Lockdown.
00:39:22: von daher ist das eine emotionalen Erlebnisse wo die Menschen einfach wieder unglaublich happy waren ... auf einem Kunst-Events zu sein.
00:39:30: Zum Endehin stellen wir mit unseren Experten immer eine Frage, die möchte ich auch dir stellen... Du hast viel Kunst gesehen und du bist seit twenty fünf Jahren im Geschäft,... ...du sammelst selber, du bist selber Sammler!
00:39:40: Was ist für dich starke oder gute Kunst?
00:39:43: Für mich ist es starke Kunst, die in mir was auslöst.
00:39:47: Also wenn ich sie jetzt sehe und sie berührt mich, sie lässt mich nicht mehr los..., ...ich gucke sie an und es ist auf jeden Fall Kunst.... Ja bei mir ist das so, wenn ich Kunst sehe... Ich spüre das tatsächlich, beschäftigt mich.
00:40:00: Das ist für mich starke Kunst.
00:40:01: tatsächlich also einfach danach zu gehen was löst in einem was aus nach einer Emotion mit dem Herzen zu kaufen?
00:40:09: Also dass es für mich stark so und ja ich meine es ist immer eine weite Auslegungssache was ist gute oder was ist starke kunst?
00:40:16: aber zumindest für mich ist es so ich muss irgendwie spüren
00:40:19: Da halte ich dir noch mal ein Zitat von dir entgegen gerade an den Punkt da hast du selber gesagt Es ist blödsinn zu glauben Kunst müsse teuer sein.
00:40:26: Also gute Kunst bekommt man auch schon für günstigere
00:40:30: Preise.".
00:40:31: Auf jeden Fall!
00:40:32: Das ist immer noch absolut aktuell, weil wenn man sich Editionen anguckt von sogar bekannten Künstlern kriegt man tolle Arbeiten.
00:40:38: Wenn man von Unikate kauft – von jüngeren Künstlern hat man viel kleinere Preisen.
00:40:43: Ich habe oft sammlerangehende Sammler die dann überrascht sind, wenn Sie sehen dass sie ein Unikat bekommen von einem jungen Künstlers für zwei, dreitausend Euro eine Arbeit und denken Da sind sie ganz überrascht, wenn man sich teilweise immer nur die Medien verfolgt, hört man ja diese Irrenbeträge.
00:40:59: Und dann habe ich oft so junge Sammler in den Dreißigern, die sagen, wow hätte ich jetzt nicht gedacht, dass ich für dreiviertausend Original bekomme eine relativ große Arbeit.
00:41:07: und teilweise ist da auch eine Überraschung vorhanden, dass die Leute durch die Medien ... Irgendwie denken, Kunst muss immer teuer sein.
00:41:13: Aber was ist definitiv nicht der Fall?
00:41:14: Und ich glaube wir belegen das ganz gut in Hamburg und Berlin, dass man auf jeden Fall Kunst findet.
00:41:18: bis zu zehntausend Euro sehr viel gute Kunst.
00:41:20: Und Galerien haben ja auch unfassbar für Kunst bis Zehntausend Euro.
00:41:24: nur wir kommunizieren es halt ein bisschen mehr.
00:41:26: Zum
00:41:26: Ende hin jetzt machen wir noch einmal Werbung.
00:41:28: Das mache mit guten Gewissen, guten Herzen weil ich auch diese Messe als sehr tolle Veranstaltung hier finde.
00:41:34: wer das nicht hören will ein bisschen Schleifwerbung machen wird an dieser Stelle Oliver nennen.
00:41:38: nochmal für die Hörer.
00:41:39: jetzt zum Schluss wann findet Messe statt und von welchen Tagen an beginnt das Ganze?
00:41:44: Unsere Messe fängt irgendwie am Mittwoch an, am vierten.
00:41:46: Da ist die Eröffnung abends und geht dann bis zum Sonntag zum achten.
00:41:49: Wir haben jeden Tag glaube elf zwölf bis spät abends oft auf und auf affordableartfair.de bekommt man auf jeden Fall auch die Karten.
00:41:57: Ich freue mich auf jeden fall über jenen der vorbeikommt sich für Kunst interessiert mit meinen Galerien redet und am besten auch noch von Künstlern kunstkauft.
00:42:05: Sehr
00:42:05: schön!
00:42:06: wir werden das ganze auch in den Shownotes verlinken.
00:42:09: Ich bedanke mich bei dir, Oliver.
00:42:11: Es war eine ganz tolle Freude, dich kennengelernt zu haben.
00:42:13: Du bist ein offener Mensch und man merkt dir diese Affinität für Kunst an.
00:42:17: Diese Leidenschaft merkt man dir total an.
00:42:19: Du lebst das auch?
00:42:21: Ich bedank mich für dieses Interview!
00:42:22: Vielen Dank für die Einladung und danke dir.
00:42:26: Und ich freue mich, dich zu sehen.
00:42:27: Ich hoffe du kommst vorbei.
00:42:27: Das war Lecker-Kunst leicht verständlich – ein Podcast von und mit Mino.
00:42:34: Du kennst Menschen, die sich auch für die Kunst interessieren könnten?
00:42:38: Denn teile diesen Podcast doch gerne mit ihnen oder gib uns eine Bewertung.
00:42:41: Damit hilfst du auch anderen, uns zu finden!
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